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Artenschutz

Die Größe des Waldes


Die Welt macht heute einen großen Artikel darüber und betitelt den mit: „Und der Wald hat doch noch eine Zukunft“. Dabei stellt der Autor die These auf, dass „in der Sahara, Südamerika und den Alpen Bäume wieder das Land erobern. Gründe sind der Klimawandel, Aufforstung und ein nachhaltiger Umgang mit der Natur. Dennoch sind sich die Experten nicht einig, was genau Wald eigentlich ist.“
Er bezieht sich hauptsächlich auf einen Bericht der FAO und auf eine Studie aus “Ecology Letters”. Die Studie handelt aber eigentlich davon, dass sich die Baumgrenzen durch den Klimawandel verschieben und es jetzt Bäume in höheren Regionen gibt. Das bedeutet sicher eine Ausbreitung des Waldes und auch eine Vergrößerung der Biomasse. Die dauernden vergleich mit einer Zunahme des Waldes in anderen Erdzeitaltern sind aber freundlich gesagt irreführend.
Das zweite Standbein des Artikels zieht den Bericht der FAO „State of the World’s Forests 2009“ als Quelle heran. Obwohl der Welt-Artikel auch auf Entwaldung als globales Problem hinweist, erzeugt er doch das Gefühl, dass der Wald in Wirklichkeit zunimmt und man das auch aus dem FAO-Bericht herauslesen kann.

In dessen Zusammenfassung kann man lesen, dass in vielen Regionen der Welt schlecht um die Zukunft des Waldes bestellt ist, nämlich in Afrika wegen des geringen Einkommens der Bevölkerung, schwacher Politik und unzureichend entwickelter Institutionen, in Asien und dem pazifischen Raum außer den entwickelten Länder aufgrund der Ausbreitung der Landwirtschaft und der steigenden Bevölkerung, in Südamerika aufgrund der Ausbreitung der Landwirtschaft wegen der hohen Preise für Nahrungsmittel und in West und Zentralasien in den einkommensschwachen Ländern u.a. aufgrund unterentwickelter Institutionen.
Es gibt auch Länder, in denen der Waldbestand gleich bleibt oder sich sogar ausbreitet, in Europa und in entwickelten Ländern in Asien zum Beispiel. So weit, so gut.
Aber jeder, der einen Regenwald mit einem deutschen Nutzwald vergleicht, würde nicht unbedingt zu dem Schluss des Welt-Artikels kommen, dass der Globus grüner wird. Das ist schon irgendwie eine seltsame These, auch wenn man durchaus auch mal von positiven Folgen des Klimawandels für bestimmte Regionen berichten darf.
Ich finde trotzdem, dass es danach klingt, als wolle man sagen, es gibt doch kein Problem, die Ökologie regelt das schon von ganz allein. Der Mensch kann abholzen und verpesten was er will, das hat keine Auswirkungen…

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